Bet Tfila – Forschungsstelle

für jüdische Architektur in Europa

Willkommen

Launch Event zur App am 27. April 2021 um 12:30, Livestream

Schüler der Jacobsonschule Seesen am Harz hecken einen Streich aus, der die Schule auf der ganzen Welt bekannt machen soll: Die OPERATION LEGENDÄR. Ihr Abenteuer führt sie quer durch die Schule über das Dach der Synagoge in die Höhle des Löwen, das Haus des Direktors!

Mithilfe der XR-App OPERATION LEGENDÄR im Stil einer interaktiven Graphic Novel wird ein wichtiger, wenig bekannter Aspekt der deutsch-jüdischen Geschichte wiederentdeckt. Der Reformer und Rabbiner Israel Jacobson gründete in der kleinen Stadt Seesen am Harzrand eine bedeutende Reformschule für jüdische und christliche Schüler und die erste Reformsynagoge der Welt, ein Ursprungsort des modernen Judentums. Doch bisher ist die Bedeutung dieser „jüdischen Renaissance von welthistorischem Ausmaß“ (Heinrich Graetz, jüdischer Historiker) nahezu unbekannt. Das will ein Projekt des Israel Jacobson Netzwerks ändern. Durch die Anwendung von Extended Reality wird diese Geschichte in neuer Form per App auf dem Smartphone oder Tablet auf spielerische Weise erlebbar - nicht nur für Kinder und Jugendliche! 

Eine Veranstaltung des Israel Jacobson Netzwerks (IJN).

Als eines von 13 neuen Schwerpunktprogrammen richtet die Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) das SPP "Jüdisches Kulturerbe" ein. Der Antrag entstand in Zusammenarbeit von Prof. Dr. Sarah  M. Ross, Direktorin des Europäischen Zentrums für Jüdische Musik, Prof. Dr. Michael Brenner, Lehrstuhl für Jüdische Geschichte und Kultur der LMU München, Prof. Dr.-Ing. Alexander von Kinenlin, Lehrstuhl für Baugeschichte, Historische Bauforschung und Denkmalpflege an der TU München, Prof. Dr. Anette Weber, Lehrstul für Jüdische Kunst der Hochschule für Jüdische Studien Heidelberg und PD Dr.-Ing. Ulrich Knufinke an der Bet Tfila – Forschungsstelle der TU Braunschweig.  Weitere Informationen…

Lesen Sie die Pressemitteilung der DFG.

20. April 2021, 18.30–20.30 Uhr via Zoom

Vortragsveranstaltung der Stiftung Denkmalpflege Hamburg in Kooperation mit dem Institut für die Geschichte der deutschen Juden anlässlich des Internationalen Denkmaltags 2021

Die aktuelle Debatte um eine Rekonstruktion der Bornplatzsynagoge in Hamburg lassen unter anderem den Schluss zu, dass sich die Vorstellungen eines Gedenkens an den 9. November 1938 und den Verlust zahlreicher Synagogen ebenso verändern wie die Vorstellungen von der Bauaufgabe Synagoge selbst. Die Auseinandersetzung mit dem Umgang mit dem baulichen Erbe erhaltener ebenso wie mit den Grundstücken zerstörter Synagogen stellte sich seit 1945 immer wieder neu. Sie berührt Fragen nach der Darstellung des Verlustes ebenso wie nach (angemessenen) Nutzungen für erhaltene, aber nicht mehr benötigte Synagogen und besetzt damit ein ausgesprochen interdisziplinäres Feld, in das die Architekturgeschichte, die Denkmalpflege und die Geschichtswissenschaften ebenso einbezogen sind wie die Erinnerungskultur. 

Das Programm steht Ihnen hier zum Download bereit .
Die Veranstaltung findet im digitalen Raum statt. Den Zugangslink (Zoom) erhalten Sie nach Anmeldung unter info@denkmalstiftung.de bis 16. April 2021, 12 Uhr.

CfP: Umnutzung, Neubau, Rekonstruktion

Debatten um Architektur und Gedenken in der deutsch-jüdischen Geschichte nach 1945

Workshop, Potsdam, 24.–26. Februar 2022

Im Winter 2022 wird die Tagung "Umnutzung, Neubau, Rekonstruktion – Debatten um Architektur und Gedenken in der deutsch-jüdischen Geschichte nach 1945" von Alexandra Klei (Hamburg/Berlin), Karen Körber (Hamburg), Miriam Rürup (Potsdam) organisiert. Diese Tagung wird zwar nicht von der Bet Tfila mitveranstaltet, dennoch möchten wir Ihnen den Call for Papers gerne zur Kenntnis geben:         

Der Call for Papers steht Ihnen hier zum Download bereit .
Deadline:  31. Juli 2021, tagung-synagogen<at>uni-potsdam.de
Konferenzsprachen sind Deutsch und Englisch

Von Braunschweig in die Welt
Galka Scheyer und die Moderne Kunst

Emmy E. Scheyer, self portrait, 1915, signed RENÉE (Courtesy of Estate of Lette Valeska, trustees: Julia Hammid & Petra Hammid)Die Malerin, Kunsthändlerin und -sammlerin Galka Scheyer, geboren 1889 als Emilie Esther Scheyer, stammte aus einer Braunschweiger Unternehmerfamilie. Bekanntheit in der Kunstgeschichte erlangte sie jedoch weniger durch ihre eigenen künstlerischen Werke, sondern durch die Künstlergruppe „Blaue Vier“, die sie gemeinsam mit vier damals noch wenig bekannten Künstlern des Weimarer Bauhauses gründete: Paul Klee, Wassily Kandinsky, Lyonel Feininger und Alexej von Jawlensky. Ihr Weg führte sie bis in die USA, wo sie ab 1924 lebte und 1945 in Hollywood starb. 

Als Projekt des Jubiläumsjahres „1700 Jahre jüdisches Leben in Deutschland“ wird die Bet Tfila – Forschungsstelle die Ergebnisse der internationalen Tagung „Galka Scheyer – A Jewish Woman in International Art Business“ publizieren. Galka Scheyers Leben und Netzwerk wird außerdem in Kooperation mit dem Israel Jacobson Netzwerk für jüdische Kultur und Geschichte e.V. und dem Galka Emmy Scheyer Zentrum e.V. online und als Stadtführer durch Braunschweig bekannt gemacht.