Veranstaltungen

Jewish Topographies

5th International Conference on Jewish Architecture

Jewish TopographiesDie Bet Tfila – Forschungsstelle für jüdische Architektur an der Technischen Universität Braunschweig den 5. internationalen Kongress zu jüdischer Architektur unter dem Titel „Jewish Topographies", er wird voraussichtlich im Frühjahr 2022 stattfinden.

Im Rahmen der Konferenz soll sowohl diskutiert werden, was unter dem Begriff „jüdische Topographie“ verstanden werden kann, als auch, wie sich entsprechende Phänomene historisch, sozial und kulturell einordnen lassen. Jüdische Wohnviertel und Siedlungen, Einrichtungen jüdischer Gemeinden wie Synagogen, Friedhöfe, Schulen oder Krankenhäuser, von Jüdinnen und Juden bevorzugte Wohngegenden oder Standorte von Unternehmen und Geschäften können signifikante topographische Netzwerke in Stadt- und Landschaftsbildern bilden. Jüdische Topographien stehen dabei im räumlichen wie sozialen Kontext mit entsprechenden Orten der nicht-jüdischen Bevölkerung, in der wiederum unterschiedliche kulturelle, religiöse oder ethnische Gruppen ihre eigenen Räume finden. Konflikte und Kooperationen, Aus- und Eingrenzungen zeichnen sich in den räumlichen Bezügen zwischen diesen Orten ab, ihre jeweilige städtebauliche und architektonische Gestaltung reflektiert Möglichkeiten und Erwartungen der jeweiligen Gruppen und ihrer Angehörigen.

Mit der Konferenz sollen Beispiele jüdischer Topographien auf unterschiedlichen Ebenen untersucht werden: Von Makrostudien zu Regionen übergreifenden Netzwerken jüdischer Gemeinden oder jüdischer Institutionen und Personen (z. B. Handelsnetze, Verbandsfriedhöfe) über die Orte und Einrichtungen einzelner Gemeinden (z. B. Judengassen, Eruv, DP-Camps) bis zu Mikrostudien zu Wohngegenden oder einzelnen Einrichtungen und Gebäuden reicht das Spektrum möglicher Beiträge. Religiöse und profane Orte und Objekte können betrachtet werden, synchrone und diachrone Perspektiven sind gleichermaßen erwünscht. Topographien des unfreiwilligen Zusammenlebens von Jüdinnen und Juden können ebenfalls Gegenstand sein (z. B. Ghetto, Konzentrationslager, Judenhäuser). Der Schwerpunkt der Konferenz liegt dabei auf den Entwicklungen nach dem Mittelalter, doch genauso sind Untersuchungen zu anderen Epochen als vergleichende Studien und allgemeine theoretische und systematische Darstellungen erwünscht, zum Beispiel auch zu symbolischen (religiösen, literarischen...) Topographien. Gegenstand kann auch sein, wie sich jüdische Topographien angemessen erforschen, darstellen und vermitteln lassen.

 

 

 

Verwandtes/Das könnte Sie auch interessieren: