Bet Tfila
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Welcome to the homepage of Bet Tfila – Research Unit. The Website is being updated and unfortunately, not all information has been translated into English now. We will soon update also the English language site. Thank you for your patience!


Newsletter 2/16 has been published

In January 2017 Bet Tfila published its newsletter No. 20 2/16. Read it online here.


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"Jüdische Theologie: eine Säule der Wissenschaft des Judentums",
Public Lecture by Rabbi Professor Walter Homolka in the Gemeindezentrum der Jüdischen Gemeinde Braunschweig, Monday, January 23, 2017, 6 p.m.

1836 formulierte Rabbiner Abraham Geiger die Forderung, das Judentum sei erst dann voll in Deutschland integriert, wenn seine Geistlichen ebenso wie Priester und Pastoren an der staatlichen Universität ausgebildet würden. Die generelle Ablehnung der Jüdischen Theologie als ebenbürtiger Wissenschaft durch den Staat und die evangelische Kirche führten schließlich zur ihrer Institutionalisierung außerhalb der Universitäten: 1854 wurde das Breslauer Jüdisch-Theologische Seminar gegründet, 1872 die Berliner Hochschule für die Wissenschaft des Judentums. In ihrer Tradition stehen heute die Hochschule für Jüdische Studien Heidelberg (eröffnet 1979) und das Abraham Geiger Kolleg (gegründet 1999), das 2013 zur Keimzelle der „School of Jewish Theology“ der Universität Potsdam geworden ist.

Rabbiner Prof. Walter Homolka ist seit dessen Gründung Rektor des Abraham Geiger Kollegs und Geschäftsführender Leider der „School of Jewish Theology“ in Potsdam. Sein Vortrag beschäftigt sich mit der Judaistik und der Jüdischen Theologie als „ungleichen Geschwistern“, vereint durch die Mutter der Wissenschaft des Judentums.

Eine Anmeldung ist bis zum 13. Januar erforderlich unter info@ij-n.de
bzw. telefonisch unter 0531 3912526. Der Eintritt ist frei!

Die Ausstellung „Von Wolfenbüttel nach New York. Eine Ausstellung über die Wissenschaft des Judentums“ ist bis zum 5. März freitags bis sonntags von 10 bis 17 Uhr im Braunschweigischen Landesmuseum, Zweigmuseum Hinter Aegidien, geöffnet. Sie ist ein Gemeinschaftsprojekt des Braunschweigischen Landesmuseums mit dem Leo Baeck Institute New York, der Technischen Universität Braunschweig und dem Israel Jacobson Netzwerk für jüdische Kultur und Geschichte e.V.“

Das beigefügte Foto zeigt Rabbiner Prof. Walter Homolka, Quelle: Abraham Geiger Institut Potsdam




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"Hornburg and Its Jewish Community",
Exhibition in the Moses Mendelssohn Akademie Halberstadt, 16.02.–17.04.17

Der erste archivalisch nachweisbare Beleg für die Ansiedlung von Juden in Hornburg datiert auf das Jahr 1642. In den folgenden knapp zwei Jahrhunderten wuchs und gedieh die jüdische Gemeinde, bevor sie aufgrund von Landflucht im Laufe des 19. Jahrhunderts wieder kleiner wurde. Die Gemeinde war dem Oberrabbinat Halberstadt unterstellt, beschäftigte zeitweise jedoch einen eigenen Rabbiner.

Vor 250 Jahren weihten die Hornburger Juden eine Synagoge ein. Das Gebäude und seine Innenausstattung zitierten die prächtige Halberstädter Barocksynagoge.
Mit dem Tod des letzten Mitglieds der jüdischen Landgemeinde in Hornburg, Frau Amalie Schwabe, im Dezember 1923 hörte die Gemeinde weit vor der Machtergreifung
durch die Nationalsozialisten auf zu existieren.

1924 wurde das baufällige, seit 1882 nicht mehr für Gottesdienst genutzte Gebäude abgetragen. Die Innenausstattung wurde durch Prof. Karl Steinacker, den Direktor des Vaterländischen Museum in Braunschweig (heute: Braunschweiger Landesmuseum), unter Mithilfe des Grafikers Efraim Moses Lilien und anderen vor der Zerstörung gerettet und wird seitdem – mit Unterbrechung – in dem ehemaligen
Benediktinerkloster Hinter Aegidien präsentiert.

Im Jahr 2016 jährte sich die Einweihung der ehemaligen Synagoge in Hornburg zum 250. Male. Aus diesem Anlass widmet sich eine Wanderausstellung der Geschichte der
Jüdinnen und Juden in Hornburg und gibt Einblicke in deren Kultur und Religion.

Zur Eröffnung der Wanderausstellung laden wir Sie herzlich in die Moses Mendelssohn Akademie, Klaussynagoge, Rosenwinkel 18, Halberstadt, am 16. Februar 2017 um 19.30 Uhr ein.


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"Von Wolfenbüttel nach New York –
Eine amerikanische Ausstellung über die 'Wissenschaft des Judentums'",
Braunschweigisches Landesmuseum, 17.11.16–05.03.17

Sie führt zurück in die Zeit um 1800, als Jüdinnen und Juden im Gefolge der Aufklärung den Aufbruch in die Moderne mit- gestalten wollten: Rechtliche Gleichstellung und gesellschaft- liche Teilhabe erforderten eine neue Form von Bildung jenseits der jüdischen Traditionen. Zur Bildungsreform sollte auch ein neuer Blick auf jüdische Kultur und Geschichte beitragen. Die "Wissenschaft des Judentums" entstand, als sich Intellektu- elle und Forscher wie Heinrich Heine, Eduard Gans, Leopold Zunz und Abraham Geiger zusammenfanden, um das Juden- tum zum Gegenstand moderner Forschung zu machen. Damit formulierten sie die Ansätze für eine neue jüdische Identität. Die Region um Braunschweig spielte hierbei eine bedeutende Rolle. Die jüdischen Reformschulen in Wolfenbüttel und Seesen legten seit dem Beginn des 19. Jahrhunderts für viele Schüler die Grundlagen, um in der bürgerlichen Gesellschaft erfolgreich zu werden. Leopold Zunz selbst war Absolvent der Samson-Schule in Wolfenbüttel.

Die von Zunz und anderen Intellektuellen angeregte Wissenschaft des Judentums entwickelte sich im Laufe des 19. Jahrhunderts in zahlreichen Forschungs- und Bildungseinrichtungen, deren Traditionen bis heute wirk- sam sind. Das Leo Baeck Institute New York widmete der Wissen- schaft des Judentums eine aufschlussreiche Ausstellung. Das Braunschweigische Landesmuseum und das Israel Jacobson Netzwerk für jüdische Kultur und Geschichte e.V. konnten dank ihrer Kooperation mit dem Leo Baeck Institute diese Präsentation nach Braunschweig holen und sie in Zusammenarbeit mit der TU Braunschweig ergänzen. Unter den New Yorker Exponaten aus New York sind einige, die ihren Ursprung in Wolfenbüttel haben. Sie kehren damit erstmals – gleichsam zu Besuch – in die Region ihrer Entstehung zurück.

English texts available at the museum.

Ausstellungsinfo und Begleitprogramm


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Synagogue and Museum
3rd International Congress on Jewish Architecture Technische Universität Braunschweig, November 21 to 23, 2016

Since antiquity and especially since the destruction of the Jerusalem Temple in the year 70 CE synagogues have become the central places of gathering of Jewish communities. They are complex, highly significant and polyvalent objects of for religious, social, economic, architectural, and artistic developments in Jewish culture. At the same time, they reflect the interdependencies with the surrounding cultures. Since the holocaust, historic synagogues also gained high importance as focal points of remembrance and education.  

However, scholars were interested in the material culture(s) of Jews all over the world well before the holocaust and turned synagogues and their furnishings into a focus of their research. The documentation of synagogues as objects of cultural and historical significance started alongside with the establishment of Jewish ethnography („jüdische Volkskunde“) as an academic discipline at the end of the 19th century. They became items of collecting, which were set up in exhibitions and museums. Objects from the religious and cultural practice got „musealised“, as well as entire synagogue furnishings and sometimes even architectural elements.   

After 1945, the interest in synagogues as objects of cultural history continued. Besides ritual objects and furnishings, the „empty“ buildings of the annihilated communities became objects of interest. Historic synagogue buildings were regarded as museums, their material substance was and is restored and interpreted in different ways. The virtual and haptic reconstruction of destroyed synagogues generated another group of „immaterial“ exhibits.

The congress will examine the subject in a wide range of perspectives of theoretical and historical reflections. Historic and actual examples of documenting, collecting, and researching synagogues and their furnishing will shed light on the history, the presence, and the future of synagogues in and as museums. Thus, the organisers encourage scholars in the fields of art and architectural history, cultural sciences, Jewish studies, restoration and museology as well as experts in museums, collections, preservation authorities, and education programs to take part in the congress.

This call asks for papers for talks (15 minutes) and for posters for a posters-section. It is also open for young researchers as well as museums, collections and initiatives who want to present their institutions and their ongoing or future projects. The members of the international and interdisciplinary academic board and the organisers will decide on the acceptance of the papers and the posters. The publication of selected papers and posters in the book series of the Bet Tfila – Research Unit for Jewish Architecture is scheduled for 2017. The conference language is English. Provisions to refund travel expenses will depend on the approval of running applications.

The congress is organised by the Bet Tfila – Research Unit for Jewish Architecture (Braunschweig/ Jerusalem) and the Lehrstuhl für Kunstgeschichte at the Hochschule für Jüdische Studien, Heidelberg in cooperation with the Braunschweigisches Landesmuseum, Braunschweig, and the Israel Jacobson Netzwerk für jüdische Kultur und Geschichte e.V.

Preliminary Program

Please use our form for registering for the congress.

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Hornburg – Research Project on the former Jewish Community, Its Synagogue, and other Facilities

On January 2016, the Bet Tfila – Research Unit started the research project "Hornburg – 250 Jahre Synagoge und deren jüdische Gemeinde" [Hornburg – 250th Anniversary of the Synagogue and the History of Its Jewish Community]. The project will be realized in cooperation with the Braunschweigisches Landesmuseum (Dr. Pöppelmann, Dr. Derda), the Center for Jewish Art (Dr. Levin), the City Archive of Hornburg (Dr. Heise) and the Theologischen Fakultät of the Universität Göttingen (Prof. Schaller, Dr. Brody) erforschen Prof. von Kienlin und M. Przystawik die Geschichte der jüdischen Gemeinde in Hornburg und deren Einrichtungen. The project is generously supported by the Ministry for Science and Culture in Lower-Saxony (Programme PRO*Niedersachsen).


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