Bet Tfila
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Seminars held by the Bet Tfila – Research Unit




Women's bath and "Judentuck"

– TU Braunschweig, summer semester 2012 –
academics: Dr.-Ing. Katrin Keßler, Dipl.-Ing. Mirko Przystawik

Das rituelle Bad, auch Mikwe, Frauenbad oder "Judentuck" genannt, ist eine der notwendigen Einrichtungen einer jüdischen Gemeinde seit der Zeit des zweiten Tempels. Auch heute noch ist es (zum Teil) integraler Bestandteil von Neubauten jüdischer Gemeindezentren. Im Laufe der Geschichte haben sich verschiedene Mikwentypen herausgebildet. Das Seminar gab einen Überblick über die Entwicklung des Bautyps Mikwe und vermittelte religionsgesetzliche Vorschriften.

In kleinen Gruppen von 2–3 Studenten sollte exemplarisch anhand eines historischen Mikwengebäudes (vor allem in Süddeutschland) die Gebäudedokumentation und -analyse vor Ort erlernt und erprobt werden.

Das Seminar wurde in Anlehnung an das von der German-Israeli Foundation geförderte Forschungsprojekt "Jewish Ritual Baths (Mikwa'ot) in Germany" veranstaltet, das zusammen mit der Universität Haifa durchgeführt wurde. Die Ergebnisse der Studienarbeiten fließen in das Forschungsprojekt ein.



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Muße und Verschwendung – Baroque Sacred Architecture in Germany and Europa

– TU Braunschweig, winter semester 2010/11 –
academic: Dipl.-Ing. Mirko Przystawik

Die Architektur der barocken Sakralbauten in Deutschland und Südeuropa bildet den Ausgangspunkt für architekturhistorische Betrachtungen im kommenden Studienjahr. Vergleichend werden die architektonischen Ausbildungen von Architekturen zwischen der katholischen, der protestantischen und der jüdischen Liturgie zu untersuchen sein.


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Jewish Sacred Buildings in Europe

– TU Braunschweig, winter semester 2009/10 –
academics: Dr.-Ing. Katrin Keßler, Dipl.-Ing. Mirko Przystawik

Jüdische Sakralbauten sind spätestens seit dem Klassizismus integraler Bestandteil des europäischen Städtebildes. Über die Jahrhunderte spiegelt die große Zahl der Synagogen architektonische und stilistische Merkmale ihrer christlichen und moslemischen Umgebung wider; "adoptiert" sie, negiert sie, erfindet Neues.

Anhand ausgesuchter Beispiele konnten in kleinen Gruppen von 4-6 Studierenden die Analyse und Rekonstruktion historischer Bauten erprobt und erlernt werden. Die freien Studienarbeiten wurden an je zwei Terminen Anfang des Wintersemesters und Anfang der vorlesungsfreien Zeit durch Grundlagen des europäischen Sakralbaus untermauert.


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Paris, Paris! – 19th-Century Sacred Buildings in Paris

– TU Braunschweig, summer semester 2009 –
academics: Prof. Dr. Harmen H. Thies, Dipl.-Ing. Mirko Przystawik

Synagogen sind in Deutschland seit dem Novemberpogrom 1938 nahezu gänzlich aus den Städtebildern verschwunden. Während die ländlichen oder kleinstädtischen Bauten jüdischer Gemeinden oftmals den Nationalsozialismus unversehrt überstanden, richtete sich die Verwüstungswut vornehmlich gegen die reich gestalteten Prachtbauten des 19. und frühen 20. Jahrhunderts. In unseren Nachbarländern sind Synagogen oftmals erhalten geblieben und stehen uns so als Beispielbauten zur Verfügung.

Im Zentrum dieser Exkursion standen die Architekturen der Synagogen im 19. Jahrhundert in Paris, welche durch kritischen Vergleich in den Kontext der mediterran- und zentral-europäischen Architekturgeschichte gesetzt wurden. Die sakralen Räume der jüdischen, katholischen und protestantischen Gemeinden wurden in architektonischer Ausbildung sowie in ihrer funktionalen Anlage untersucht und näher kennengelernt. Die gleichzeitige Untersuchung von zeitgenössischen, stilprägenden Profanbauten im Sinne des architektonischen Kontextes war dabei ebenso unumgänglich.


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